Firmengeschichte Sägewerk Niedergesäß

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    Etwa um 1850 wanderte  Gottlieb Kölling nach Langengrassau ein und begann mit der Holzbearbeitung, hauptsächlich Tischlerarbeiten, aber auch Zimmerei. Sein Sohn Gotthelf arbeitete mit und erlernte das Zimmererhandwerk.

  • Etwa um 1870 übernahm Gotthelf Kölling das kleine Unternehmen. Er erwarb ein Grundstück auf dem jetzigen Schulplatz. Dort errichtete er für seine Familie ein Wohnhaus und eine kleine Werkstatt. Die Herstellung der Balken und Bretter erfolgte mit der damaligen Sägetechnik in Handarbeit auf dem freien Platz vor dem Haus.

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    1885 wurde eine Erweiterung und Modernisierung des Betriebes erforderlich. Das Grundstück, auf dem sich der Betrieb noch heute befindet, wurde gekauft. Mit dem Erwerb einer Dampfmaschine und eines Vollgatters sowie Hobeltechnik konnte die Produktion erweitert und die Arbeitsbedingungen erleichtert werden.

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    1902 wurde die Firma an seine Söhne Hermann und Reinhold übergeben. Beide hatten das Zimmererhandwerk erlernt - Firmenname nun "Gebrüder Kölling, Baugeschäft, Säge- und Hobelwerk".

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    1910 wurde eine größere Dampfmaschine erworben, der heute noch genutzte Schornstein und die Werkhallen in massiver Bauweise errichtet, Horizontalgatter, Spundmaschine, Besäumsäge usw. kamen hinzu.

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    1936 verstarb Hermann Kölling, seine Tochter Charlotte übernahm die Verantwortung für den Betrieb und die inzwischen 60 Mitarbeiter.

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    1937 heiratete Charlotte den Architekten Kurt Niedergesäß. Beide führten die Firma nun gemeinsam, bis Kurt 1939 zum Wehrdienst eingezogen wurde. In den Kriegs- und Nachkriegsjahren wurde das Baugeschäft wegen fehlender Arbeitskräfte stillgelegt, das Sägewerk konnte weitergeführt werden.

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    Im November 1971 verstarb Kurt Niedergesäß, die Tochter Inge Lehmann, geb. Niedergesäß, übernahm nun die Leitung des Sägewerkes.

    Ende 1971 begann die Zerschlagung der Privatindustrie und die Umwandlung in Volkseigentum.

  • Das Sägewerk wurde ab September 1972 ebenfalls "volkseigen" und an die spätere Holzindustrie Finsterwalde angeschlossen. Inge Lehmann wurde als Büroangestellte übernommen.

  • 1974 wurden alle zum Sägewerk gehörenden Maschinen verschrottet und der Betrieb auf die Herstellung von Kisten und Verpackungen umgestellt.

  • Nach dem Fall der Mauer konnte 1990 der Antrag auf Rückübertragung der Firma gestellt werden. Nach zähen Verhandlungen mit der Treuhand ging der Betrieb wieder in Privateigentum zurück. Allerdings konnte von einem funktionsfähigen Betrieb, wie er 1972 übergeben wurde, keine Rede sein. Nur die leeren Hallen konnten zurückgekauft werden, eine Produktionsaufnahme war nicht möglich.

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    Im Januar 1992 verstarb Charlotte Niedergesäß, die Rechte am Firmengrundstück hatte sie an ihre Tochter Inge Lehmann übertragen. Sie hatte den Mut, mit Unterstützung der Familie, das Sägewerk wieder aufzubauen - Baubeginn im Februar 1992. Eine Schwachholzanlage aus den alten Bundesländern wurde installiert. Am 26. Mai 1992 konnter der Betrieb wieder eröffnet werden. Als zweites Standbein wurde ein Bau- und Holzfachhandel mit aufgebaut. Der dafür vorgesehene Verkaufsraum platzte bald aus allen Nähten.

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    So wurde 1995 eine neue Verkaufshalle - ganz aus Holz - 375 qm Verkaufsfläche,  errichtet.

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    Zum 1. Januar 2008 konnte Inge Lehmann, inzwischen im 70. Lebensjahr, den Betrieb an ihren Sohn Utz Lehmann übergeben. Durch die Anschaffung weiterer Technik für die Holzbearbeitung konnte er das Produktionsprogramm vergrößern und weitere Dienstleistungen anbieten. Er führt inzwischen in der 6. Generation den Betrieb erfolgreich weiter.